Amrum: Sebastian starb in seiner Sandhöhle

05.07.12 10:13
Amrum: Sebastian starb in seiner Sandhöhle
Bildquelle: dpa bildfunk
 

Leiche zur Obduktion aufs Festland gebracht

Ist Sebastians Tod ein tragischer Unfall? Vieles deutet darauf hin. Die Polizei geht jedenfalls davon aus, dass der Junge in einem selbst gegrabenen Loch verschüttet wurde und erstickte. Letzte Klarheit darüber soll nun eine Obduktion bringen. Dafür wurde die Leiche des Zehnjährigen aufs Festland gebracht.

Die Ergebnisse der Obduktion werden frühestens am Nachmittag erwartet, wie die Husumer Polizeisprecherin Kristin Stielow sagte. Polizisten hatten die Leiche des Jungen aus Österreich am Strand von Wittdün unter anderthalb Meter Sand gefunden. Unterdessen haben auch die Eltern die traurige Gewissheit, dass es sich um die Leiche von Sebastian handelt. Sie haben den Leichnam ihres Sohnes identifiziert, bestätigte Stielow gegenüber 'Bild.de'.

Aus Trauer um den tragischen Tod des Urlauberkindes sind auf der Nordseeinsel viele Fahnen auf halbmast gesetzt. Bei einer Andacht nahmen zahlreiche Touristen und Inselbewohner Abschied von dem Schüler.

Urlaubsfoto führt zu Unglücksort

Zuletzt war der blond gelockte Junge lebend auf dem Klettergerüst ‚Piratenschiff‘ am Strand gesehen worden. Dort soll er im Sand gegraben haben. Die Polizei hatte die Bevölkerung gebeten, Amrum-Fotos vom Tattag zu schicken. Ein Bild zeigte einen Jungen, der im Sand buddelte. Auf ihn passte die Beschreibung von Sebastian. Daraufhin wurde die Suche am 'Piratenschiff' noch einmal intensiviert.

Ermittler hoben mit einem Schaufelbagger den Sand rund eineinhalb Meter tief aus und machten dann die schreckliche Entdeckung, woraufhin sie den Bereich um das Klettergerüst mit blauen Planen abhängten.

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